ABGELENKT


EYE-TRACKING

Rund 30 Prozent der Autounfälle werden durch Ablenkung beim Fahren verursacht. Schon zwei Sekunden Unaufmerk- samkeit können tödlich enden. Allein 2014 sind 60 Personen an den Folgen eines solchen Unfalls verunglückt. „Ein wichti- ger Ablenkungsfaktor sind besonders die Unterhaltungs- und Informationssysteme“, erklärt der AIT-Experte für Technology Experience, Manfred Tscheligi. „Distraction Reduction by De- sign“ will durch konkrete Interface-Designmaßnahmen die Ablenkung reduzieren. Nach ersten Untersuchungen im Lab werden nun konkrete Empfehlungen für sichere Systeme er- stellt. Wichtig ist dabei, Prüfmethoden (etwa Eye-Tracking und die Messung von Gehirnströmen) zu entwickeln, die Ab- lenkung einheitlich messbar machen. Daran arbeiten nun das AIT mit Partnern im Rahmen der nationalen Plattform ITS Austria, einem Netzwerk zur nachhaltigen Gestaltung des ös- terreichischen Mobilitätssystems. „Nur wenn wir unsere Kompetenzen bündeln, kann das Ziel, die Anzahl der Ver- kehrstoten bis 2020 zu halbieren, erreicht werden“, betonte Bundesminister Alois Stöger bei dem Auftaktworkshop im Mai zum Thema Ablenkung.

MANFRED TSCHELIGI

Head of Business Unit Technology Experience

Zwei Sekunden Ablenkung beim Autofahren können schon tödlich enden.

Ein wichtiger Ablen- kungsfaktor sind beson- ders die Unterhaltungs- und Informationssysteme.